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Sie haben das Recht

Auf Selbstbestimmung. Das gilt auch für Situationen, in denen Sie z.B. infolge eines Unfalls, einer schweren Erkrankung oder auch durch Nachlassen Ihrer geistigen Kräfte nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu äußern oder für sich selbst zu sorgen.

Für die gesundheitlichen Versorgungsplanung (engl. Advance Care Planning oder kurz, ACP)  hat der Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. ein Programm entwickelt, damit Menschen wie Sie für ihre letzte Lebensphase gut vorsorgen können. Um das SORGEN in seinem Umfang besser beschreiben zu können, entstand "FÜR|SICH|VOR:SORGEN".

 

 

Was beinhaltet das Programm FÜR|SICH|VOR:SORGEN?

Dieses umfängliche Programm FÜR|SICH|VOR:SORGEN ist an Interessierte und Betroffene sowie Fachkräfte und Einrichtungen gerichtet.

Für Interessierte und Betroffene 

Individuelle Beratung

Wichtigste Aufgabe ist die individuelle und persönliche Beratung zur Vorsorge. Egal ob in den Räumen des Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung (AHPV) e.V. in Pfersee oder bei Ihnen zu Hause, wer Vorsorgedokumente erstellen möchten bekommt Unterstützung durch ausgebildete Vorsorgeberater. Unser Ziel der Beratung ist, dass Sie sich sicher fühlen, die für sie passenden Vorsorgedokumente ausgewählt und ihre Wünsche festgehalten haben. Für Menschen, die schon eine Krankheit haben, können, während der Beratung offen gebliebene medizinische Fragen gezielter mit ihren Ärzten besprechen.

Beraten wird jeder Erwachsene in der Region Augsburg, ob jung oder schon älter, gesund oder krank. Die Beratung erfolgt immer persönlich, wenn gewünscht auch telefonisch und ist kostenlos. Sie wird aus Spendenmitteln finanziert.

Öffentliche Veranstaltung »Für sich (und andere) vorsorgen«

Die Veranstaltung "Patientenverfügung, Vollmacht, Testament – medizinische, rechtliche und inhaltliche Aspekte"  erläutert die Notwendigkeit der gesundheitlichen Vorsorge für Unfall, Krankheit oder Alter, Referenten erläutern die verschiedenen Formulare, medizinische und rechtliche Hintergründe. Die juristischen Feinheiten zu Testament und Vererben beschreibt eine Rechtsanwältin. Bei dieser Veranstaltung ergibt sich immer eine rege Diskussion, bei der viele Fragen und Unsicherheiten beantwortet und geklärt werden können. Die Veranstaltung findet zweimal jährlich statt. Wann die Nächste stattfindet erfahren Sie in unserem Veranstaltungskalender auf ahpv.de

Vorträge

Die Vorträge unserer Vorsorgeberaterin sind in Seniorenkreisen, Arbeitskreisen, Selbsthilfegruppen oder Pflegeeinrichtungen sehr beliebt. Der kleinere Rahmen bietet den Teilnehmer mehr Raum für persönliche Gespräche.

Für Fachkräfte

Ausbildung von qualifizierten Beratern

Sollten Sie Bewohner einer Pflegeeinrichtungen sein bietet das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz (HPG) mit § 132g SGB V, ihnen auch dort die Möglichkeit zur Beratung und Planung der gesundheitlichen Versorgung. Ihre Wünsche und individuellen Bedürfnisse für die letzte Lebensphase können mit ausgebildeten Beratern besprochen werden. Auch Maßnahmen für die medizinische, pflegerische und die seelsorgliche Versorgung lassen sich hier, insbesondere für Notsituationen berücksichtigen.

Die Ausbildung dieser qualifizierten Berater erfordert viel Wissen und Gesprächstraining, um gut zuhören und beraten zu können aber auch um die Anforderungen an die Gesetzeslage zu erfüllen. Der AHPV bildet diese Berater umfassend und begleitend aus.

Fürsorge auch im Pflegeheim

Damit Ihr Wille erkannt und umgesetzt werden kann, braucht es jedoch nicht nur Berater. Alle Strukturen und Abläufe des Heimes müssen darauf ausgerichtet sein. Eine gute Begleitung am Lebensende benötigt fachliche Kompetenz, ganzheitliches Denken und die gemeinsame vorausschauende Planung. Sowohl in der Einrichtung selbst, als auch mit den auswärtigen Diensten ist die enge Zusammenarbeit aller Berufsgruppen das Fundament.

Gemeinschaftlich unterstützt der Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. die Pflegeeinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Fürsorgeprozesses.

Wie geht nun Vorsorgen?

Es gibt verschiedene Formen der Sorge, für sich selbst, seine Nächsten oder für Versorgende

Mit Vorsorgedokumenten sorgen Sie nicht nur für sich selbst vor. Ihre Angehörigen und alle professionell Handelnden sind damit sie in der Lage in ihrem Sinne zu entscheiden und Ihre Entscheidungen um- oder durchzusetzen.

Fürsorgen

Wenn Sie mit Vorsorgedokumenten, wie einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung, FÜR sich selbst vorsorgen, tun dies auch aus FÜRsorge für Ihre Angehörigen: Sie werden entlastet und können bestmöglich für Sie entscheiden, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind.

Sich sorgen

Es ist normal, SICH zu sorgen: Um das, was einem widerfahren oder was die Zukunft bringen könnten. Menschen machen SICH Sorgen mit Blick auf eine Lebensphase der eigenen Bedürftigkeit oder Entscheidungsunfähigkeit oder sie sorgen SICH um Angehörige, die kränker werden.

Vorsorgen

VORsorgen bedeutet, sich um Dinge zu kümmern, die man bisher gerne vermieden hat: z.B. die Festlegung von Bevollmächtigten, die einen vertreten, die Überlegungen zu alternativen Wohnorten, wenn es daheim nicht mehr geht oder das Regeln finanzieller Dinge. VORsorge legt mit Hilfe von Dokumenten fest, was Ihr Wille ist und Sie können Personen festlegen, die diesen Willen vertreten.

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