Vorsorgedokumente

 

Um für sich vorzusorgen sind, für manche verwirrend, mehrere unterschiedliche Dokumente notwendig. Bei FÜR|SICH|VOR: SORGEN gibt es folgende Dokumente, die hier kurz erläutert werden.

 

Dokumente für die eigene Vorsorge mit/ohne Beratung

Bild Patientenverfügung

Download

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung legen Sie selbst für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit fest,  was Sie dann an medizinischen Behandlungen wünschen bzw. ablehnen. Diese Festlegungen sind für alle Behandelnden bindend.

Bild Organspende

Download

Sonderfall Organspende: Patientenverfügung oder Organspendeausweis?

Manche Menschen haben sowohl eine Patientenverfügung als auch einen Organspendeausweis. Diese beiden Festlegungen widersprechen sich, da für eine Organspende bis zur Feststellung der sogenannten Hirntods durch zwei unabhängige Ärzte, eine Phase der intensivmedizinischen Betreuung notwendig ist. Für diesen Sonderfall erhalten Sie hier eine Verfügung zur Organspende in der Sie festlegen können, welche der beiden Verfügungen dann vorrangig gelten soll.

Bild Vollmacht

Download

Vorsorgevollmacht

In einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie mindestens eine Vertrauensperson, an Ihrer Stelle zu entscheiden und zu handeln, wenn Sie selbst dazu nicht in der Lage sind.

Bild Betreuungsverfügung

Download

Betreuungsverfügung

In einer Betreuungsverfügung können Sie für den Fall, dass ein deutsches Gericht für Sie einen Betreuer bestellen muss, festlegen, wer Ihr Betreuer sein soll bzw. wen Sie auf keinen Fall als Betreuer haben möchten.

 

 

Dokumente für die Vorsorge mit qualifizierter Beratung

Einige Dokumente des FÜR|SICH|VOR: SORGEN-Programms benötigen eine qualifizierte Beratung. Hintergrund ist, dass diese eine so große Reichweite besitzen und für Ärzte verbindlich sind. Diese Dokumente können nicht einfach mal eben so erstellt werden. Hier muss ein Betroffener oder sein Vertreter genau wissen, was er da unterschreibt.

Zu diesen Dokumenten gehören:

Grossansicht in neuem Fenster: ACP-Notfallbogen

Verfügung für Notfälle (Augsburger Notfallplan)

In einer Verfügung für Notfälle legt ein Betroffener oder sein Vertretungsberechtigter für den Fall eines Notfalls fest, was genau dann medizinisch (nicht) getan werden darf. Ein Arzt bescheinigt zusätzlich die Einwilligungsfähigkeit des Betroffenen.

Weitere Informationen zur Verfügung für Notfälle

 

Grossansicht in neuem Fenster: Bild Vertreterverfuegung

Vertreterverfügung

Viele Menschen haben keine Patientenverfügung und wollen aus verschiedenen Gründen auch keine erstellen. Tritt dann eine Lebenssituation ein, in der ein Betroffener keine Aussage mehr zu seinen Vorstellungen machen kann, medizinische Behandlungen aber notwendig werden könnten, muss ein Vertretungsberechtigter anstelle des Betroffenen seine Einwilligung in die medizinische Behandlgung geben.

In einer Vertreterverfügung wird analog einer Patientenverfügung durch einen Vertretungsberechtigten festgelegt, was der Betroffene für bestimmte Behandlungsoptionen haben oder eben nicht haben will.

Grossansicht in neuem Fenster: Bild Ethisches Assessment

Ethisches Assessment

Ein ethisches Assessment wird notwendig, wenn eine komplexe Behandlungssituation vorliegt und ethische Fragestellungen beantwortet werden müssen. Hier empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen, da auf Basis des Betroffenenwillen versucht wird herauszufinden, wie in der gegebenen Situation weiter gehandelt werden sollte.

 

Dokumente für qualifizierte Berater

Grossansicht in neuem Fenster: Bild Beraterprotokoll

Beratungsprotokoll

Das Beratungsprotokoll dient nicht nur dem Nachweis der erfolgten Beratung: gerade wenn nicht ein Arzt die Beratung eines Betroffenen durchführt gibt es immer wieder spezifische Fragen, die nur durch den behandelnden Arzt beantwortet werden können. Solche Fragen werden ebenfalls auf dem Beratungsprotokoll dokumentiert und dem Betroffenen für seinen Arzt mitgegeben. Damit kann dieser sehr schnell auf die spezifischen Fragen des Betroffenen eingehen.

 

Dokumente für Ärzte

Grossansicht in neuem Fenster: Bild Palliativer Behandlungsplan 

Palliativer Behandlungsplan

Ein palliativer Behandlungsplan ermöglicht es dem behandelnden Arzt, für zu erwartende Notfälle vorzusorgen und durch ärztliche Anweisungen sowohl dem Pflegepersonal als auch Angehörigen verbindlich vorzugeben, was dann zu tun ist. Durch die ärztliche Anweisung ist der palliative Behandlungsplan verbindlich für das Pflegepersonal  und vermeidet unnötige Notarzteinsätze und Krankenhauseinweisungen.