Allgemeine ambulante Palliativversorgung

Die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) ist nicht einfach zu definieren. Sie erfolgt durch Haus- und Fachärzte und ambulante Pflegedienste, die eine palliativmedizinische Fortbildung absolviert und erweiterte Kenntnisse im Palliativbereich haben. Diese sind nur teilweise im palliativen Bereich tätig, können aber als die "Träger" der AAPV beschrieben werden. Formelle Träger, die ausschließlich AAPV anbieten, sind im Gesundheitswesen nicht vorgesehen.

 

Pflegedienste und Sozialstationen kommen mit ausgebildeten Pflegekräften zum Patienten nach Hause und pflegen und unterstützen ihn.

> Mehr Informationen zu ambulanten Pflegediensten.

 

Ziele der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung in Augsburg

Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren Schwachen, zu denen auch die Schwerstkranken und Sterbenden gehören, und deren wichtigen letzten Bedürfnissen umgeht.

In Augsburg Stadt und Land sterben jährlich ca. 5.000 Menschen. Die große Mehrheit dieser Patienten könnte in der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) betreut werden, während eine kleinere Gruppe von etwa bis zu 10 % der schwer Erkrankten - bis zu 500 Personen pro Jahr - die > spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) braucht. Die SAPV ist im § 37b im Sozialgesetzbuch V verankert.

In Gegensatz dazu gibt es keine gesetzesähnliche Präzisierung der AAPV. Die SAPV ergänzt die AAPV. Daraus ist zu schließen, dass die AAPV das selbe vorrangige Ziel zu verfolgen hat wie die SAPV:
die Betreuung von Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung in der vertrauten häuslichen Umgebung.

Die allgemeine ambulante Palliativversorgung muss in Stadt und Landkreis Augsburg flächendeckend, heimatnah, verlässlich, und qualitativ hochwertig erfolgen können. Dies gilt insbesondere auch für Kinder und Jugendliche mit häufig abweichenden Problemstellungen und Bedürfnissen. Ziel ist, dass möglichst viele Patienten, die an einer nicht heilbaren, fortschreitenden und lebensbegrenzenden Erkrankung leidend, zu Hause bzw. in ihrer vertrauten Umgebung sterben können, sofern dies ihr Wunsch ist und ein geeignetes Zuhause zur Verfügung steht.